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24. Juni 2019

Polizei warnt: Abzocke über gefälschte Streamingdienste

Das Landeskriminalamt Niedersachsen warnt aktuell vor einer neuen Abzockmasche. Wer sich auf einer der zahlreichen angeblichen Streaming-Webseiten registriert, erhält eine teure Rechnung.

Die Polizei Niedersachsen warnt aktuell auf dieser Internet-Seite vor gefälschten Streamingdiensten. Die Täter stellen angebliche Film-Streaming-Webseiten unter verschiedenen Namen ins Netz. Auf den ersten Blick wirken die Webseiten wie ein typischer Streaming-Dienst, der aktuelle und auch ältere Kinofilme anbietet. Wer auf einen der Filme klickt, erhält den Hinweis "Achtung! Es wurde ein Fehler festgestellt: Nicht registrierte Nutzer haben keinen Zugriff auf die Filme, melden Sie sich bitte an bzw. registrieren Sie sich auf der Webseite.". Wer nun auf Registrieren klickt, wird aufgefordert Vor- und Nachname, Mailadresse und Passwort einzugeben. Das Ausfüllen des Formulars würde laut den Machern der Webseite auch eine Zustimmung zu den Nutzungsbedingungen sein. So finden sich nach Angaben der Polizei Niedersachsen dort etwa Bedingungen wie diese:

"Wenn Sie die kostenfreie Testphase abonnieren oder Ihren Account während der Testphase löschen, wird keine Gebühr erhoben. Falls Sie Ihren Account innerhalb von 5 Tagen nicht löschen sollten, wird Ihr Account automatisch als Premium-Tarif für den Preis von 29,90 € pro Monat (358,80 € pro Jahr) verlängert. In diesem Fall muss die Zahlung für die Premium-Mitgliedschaft einmalig in Höhe von 358,80 € geleistet werden."

Details des Registrierungsbuttons variieren, zum Beispiel fehlt manchmal der Hinweis auf das ?kostenpflichtig? oder aber der Text ist auf Englisch. Wer auf diesen Seiten seine Mailadresse und andere Daten preisgibt, bekommt bald per Mail Zahlungsaufforderungen und Mahnungen zugeschickt. Dabei wird auch mit der Einschaltung von Inkassodienstleistern gedroht.

Die Polizei Niedersachsen rät: "Personen, die bereits auf diese Masche hereingefallen sind, sollten die geforderte Rechnung nicht bezahlen. Hier wird zu einer Anzeigenerstattung bei der örtlichen Polizei gegen Unbekannt geraten. Sollten Sie bereits gezahlt haben, so sollten Sie unbedingt eine Anzeige bei Ihrer Polizei erstatten. Drucken Sie den Mailverkehr, Inkassoschreiben und mögliche Überweisungsbelege aus und bringen Sie diese mit zur Anzeigenerstattung."